Die Evangelische Kirchengemeinde des A. B. in Púchov

Die Gemeinde ist in der zweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts entstanden. Die Bürger von Púchov haben das A.B. angenommen.

Der erste Pfarrer der Kirchengemeinde war Paulus Miticenus. Seit dem Jahre 1596 war er auch Senior (Dekan). In der Gemeinde sind insgesamt 20 Pfarrer tätig gewesen. Unter ihnen auch der slowakische Dichter Vladimír Roy (1912 – 1925).

In der Zeit der Gegenreformation ist die Kirchengemeinde untergegangen. Seit dem Jahre 1709 haben die Evangelischen von Púchov zur Kirchengemeinde Súľov gehört.

Die Gemeinde ist wieder nach dem Erlass des Toleranzpatentes durch den Kaiser Joseph den II. (1781) entstanden. Es ist im Jahre 1783 geschehen. Im Jahre 1784 haben die Gemeindemitglieder ein Gebäude für das Pfarrhaus, die Schule und einen dazu gehörenden Garten gekauft. Im Garten haben sie in den Jahren 1785-86 die Kirche gebaut. Der Aufbau der jetzigen Kirche wurde im Jahre 1864 angefangen. Die alte Kirche wurde auch weiterhin benutzt und um die alten Mauern herum wurde die neue Kirche gebaut. Die Gläubigen haben wenig Geld gehabt. Der Aufbau musste eingestellt werden. Insgesamt 16 Jahre hat der Aufbau gedauert. In der Gemeinde haben sich in dieser Zeit 4 Pfarrer abgelöst. Die Kirche wurde am 26. IX. 1880 eingeweiht. Sie ist im neugotischen Stil erbaut worden.

Die Maße: Länge 36 m, Höhe 14 m, Breite 12 m. Die Höhe des Kirchenturmes mit dem Kreuz ist 38,598 m.

Im Juli 1904 ist die Kirche von einem Blitz getroffen worden. Das Dach des Kirchengebäudes und des Kirchenturmes ist abgebrannt. Der neue Dachstuhl wurde im selben Jahre aufgesetzt.

Die Kirche wurde in den Jahren 1930, 1962, 1967, 1980, 1989 und zum letzten Mal im Jahre 2009 renoviert. – Die ganze Kirche ist ein Kulturdenkmal. Der Altar ist ein besonderes Kulturdenkmal aus dem Jahre 1643. Er ist aus Lindenholz im Rokoko –Renaissance-Stil gebaut worden.

In der ersten Hälfte des XVII. Jahrhunderts kamen nach Púchov die mährischen und tschechischen Exulanten. In Púchov haben sie eine extra Strasse gebaut. In den Jahren 1650 und 1654 hat Johann Amos Comenius, der Lehrer der Völker, seine Brüder im Glauben besucht.

Die Kanzel hat Ferdinand Kubečka im Jahre 1878 im gotischen Stil hergestellt. – Die Orgel stammt aus der Werkstätte ORGANA Kutná Hora (Tschechei). Sie wurde im 1952 für 713.000 Kronen angeschafft.

Die Kirche hat 3 Glocken. Eine ist aus dem Jahre 1904 und die zwei anderen sind aus dem Jahre 1923. Die Stadt Púchov hat etwa 18.300 Bewohner. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1243.

In der Stadt und in den 7 angegliederten Dörfern sind 2365 Evangelische. Die Gottesdienste finden in der Kirche, aber auch in anderen Räumen statt. Sonntags vormittags nehmen am Gottesdienst etwa 10% der Gemeindemitglieder teil. Sonntags nachmittags findet der Gottesdienst in den anliegenden Dörfern statt, Sonntag abends wieder in der Kirche. In Púchov und in den anliegenden Dörfern wird regelmässig Sonntagsschule abgehalten. In den Schulen besuchen etwa 270 Kinder (1. – 9. Schulklasse) den Religionsunterricht. Zurzeit hat die Gemeinde 26 Konfirmanden.

Die christliche Jugendarbeit wird in der evangelischen Kirchengemeinde in Púchov von der christlichen Organisation SEM durchgeführt. Jeden Freitag und Samstag treffen sich verschiedene Jugendgruppen unterschiedlichen Alters in den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde und SEM. Außerhalb der Kreise, die einmal wöchentlich stattfinden, werden den Teenies und Jugendlichen in den Gruppen unter anderem auch Wochenend-und Sommerfreizeiten sowie spezielle Aktionen angeboten. Zurzeit gibt es einen älteren und jüngeren Teeniekreis und einen Jugendkreis. Ziel der Jugendarbeit ist es, dass junge Menschen Jesus kennen lernen, eine lebendige Beziehung zu ihm aufbauen und ihm und Anderen dienen.

Einmal im Monat findet ein Jugendtreff statt, wo sich alle Jugend-und Teeniekreise der Umgebung treffen. Dies wird vom Regionalzentrum der Organisation SEM organisiert. Ziel dieser Treffen ist es, Jugendliche und Teenies der Umgebung näher in Kontakt zu bringen und sie zu einer persönlichen Beziehung zu Gott zu ermutigen.